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Kontrolle des Motorölstands
Der Motorölstand kann auf der rechten Seite der Ölwanne über das Schauglas (1) kontrolliert werden.
Nach dem Abstellen des Motors einige Minuten abwarten, bis sich der Ölstand stabilisiert hat. Den Ölstand an einem perfekt senkrecht aufgerichteten Motorrad und bei warmem (jedoch abgestellten) Motor prüfen.
Der Füllstand muss zwischen den Markierungen MIN und MAX liegen. Sollte sich der Füllstand als zu niedrig erweisen, muss Öl nachgefüllt werden.
Den Einfüllverschluss (2) entfernen, dann das vorgeschriebene Öl bis zum Erreichen des festgelegten Stands nachfüllen.
Den Verschluss (2) erneut montieren.
Motoröl- und Filtereinsatzwechsel
Hinweis
Der Ölwechsel muss bei warmem Motor (abgeschaltetem Motor) erfolgen, da das warme Öl dann dünnflüssiger ist und somit schneller und vollständiger abgelassen werden kann.
 
Die Ablassschraube (3) mit der Dichtung (A) von der Motorölwanne entfernen, dann das Altöl ablassen.
Achtung
Die Umwelt nicht mit dem Altöl und/oder den Filtereinsätzen belasten.
 
Kontrollieren, das am magnetischen Endteil der Ablassschraube (3) auch keine Metallteilchen anhaften, dann erneut mit der entsprechenden Dichtung (A) an der Ölwanne anschrauben.
Auf das vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Mit einem handelsüblichen Ölfilterschlüssel den Filtereinsatz (4) von der Ölwanne nehmen.
Wichtig
Abmontierte Filter dürfen nicht mehr verwendet werden.
 
Einen neuen Filtereinsatz (4) einlegen und die Dichtung mit Motoröl schmieren.
Hinweis
Es wird empfohlen, den Filtereinsatz (4) vor der Montage mit Motoröl zu füllen: In dieser Weise wird der vorgeschriebene Ölstand erreicht, ohne dass weitere Nachfüllverfahren erforderlich sind.
In seinem Sitz einschrauben und auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Bei jedem zweiten Ölwechsel sollte das saugseitige Ölsieb gereinigt werden.
Den äußeren Verschluss (6) mit der Dichtung (5) lösen.
Für diesen Arbeitseingriff muss, nach dem Lösen der Muttern (C) und der Schelle (D), das Auspuffrohr des waagrechten Zylinderkopfs (B) abgenommen werden.
Das Filterelement (7) lösen, dann abziehen.
Mit Druckluft und Benzin reinigen. Dabei das Filtersieb nicht beschädigen.
Das Ölsieb bzw. Filterelement (7) und die Dichtung (5) am Verschluss (3) montieren, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Die Einfüllschraube (2) entfernen und so lange Öl der vorgeschriebenen Ölsorte (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel) einfüllen, bis die Markierung erreicht wurde, die am Schauglas den MAX. Füllstand angibt.
Die Einfüllschraube (2) erneut anschrauben und den Motor einige Minuten im Standgas laufen lassen.
Kontrollieren, dass keine Ölleckagen vorliegen und dass die Ölkontrollleuchte am Cockpit einige Sekunden nach dem Anlassen des Motors wieder erlischt. Sollte dies nicht der Fall sein, den Motor abstellen und die erforderlichen Kontrollen vornehmen.
Nach einigen Minuten kontrollieren, ob das Öl den vorgeschriebenen Füllstand erreicht hat und, falls erforderlich, dem MAX. Füllstand herstellen.
Die entfernten Strukturen erneut montieren.
Kontrolle des Ventilspiels
Den Angaben im Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels, gemäß verfahren.
Bei einem sich in Ruheposition befindlichen Ventil, kann durch das Einfügen der Messlasche eines Dickenmessers zwischen Öffnungsschlepphebel und Einstellhülse geprüft werden, ob das vorgeschriebene Spiel vorhanden ist.
Das Spiel muss unter die vorgeschriebenen Werte fallen:
 
An einem sich in Ruheposition befindlichen Ventil und durch das Einfügen eines Dickenmessers zwischen Schließkipphebel und Einstellhülse prüfen, ob das Spiel den vorgeschriebenen Werten entspricht:
 
Sollten die erfassten Werte nicht mehr innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte liegen, muss der Wert dennoch festgelegt und eine Einstellung vorgenommen werden (Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels).
Einstellung des Ventilspiels
Den Angaben im Abschn. N 4.1, Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels, gemäß verfahren.
Austausch und Reinigung des Luftfilters
Der Luftfilter muss in den vorgeschriebenen Zeiten ausgewechselt werden, die in der Tabelle "Tabelle - Regelmäßige Instandhaltung" (Abschn. D 3) angegeben werden.
Den Kraftstofftank abnehmen (Abschn. L 2, Abnahme des Kraftstofftanks).
Die sechs Befestigungsschrauben (1) des Filterkastendeckels (2) lösen.
Den Deckel (2) abnehmen.
Den Filtereinsatz (3) entfernen.
Den Filtereinsatz mit einem Druckluftstrahl reinigen oder austauschen.
Wichtig
Ein verstopfter Filter verringert den Lufteinlass und führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch, wobei gleichzeitig auch die Motorleistung reduziert wird und sich Verkrustungen an den Zündkerzen bilden können. Das Motorrad daher nicht ohne Luftfilter fahren. Die in der Luft enthaltenen Schmutzteile könnten in den Motor gelangen und ihn beschädigen.
 
Den Filtereinsatz (3) wieder korrekt in seinem Sitz (A) am Filterkastendeckel installieren, dann alle zuvor entfernten Elemente und Strukturen erneut montieren. Dabei insbesondere die Schrauben (1) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen: Den Anzug über Kreuz vornehmen.
Wichtig
Wird das Fahrzeug auf besonders staubigen oder feuchten Straßen gefahren, sollte der Luftfilter in kürzeren Abständen als vorgeschrieben ausgewechselt werden.
Bremsflüssigkeitswechsel
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch für die Augen und die Haut außerordentlich schädlich. Sollte es zu einem entsprechenden Kontakt kommen, den betroffenen Körperteil daher unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
Wechsel der Bremsflüssigkeit im vorderen Bremssystem
Nach dem Lösen der Schrauben (1) den Deckel mit Membrane vom Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorderradbremsen nehmen.
Das Öl aus dem Behälter (A) absaugen.
Nun so lange frisches Öl in den Behälter (A) füllen, bis die Markierung MAX erreicht wurde.
Den Hebel zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Den Hebel zum Griff gezogen halten.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil (2) so lockern, dass das Öl abfließen kann.
Achtung
Während dem Auffüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
 
Das Öl so lange aus dem Entlüftungsventil (2) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt.
Das Entlüftungsventil (2) erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann den korrekten Ölstand im Behälter herstellen.
Hinweis
Diese Arbeitsschritte an beiden Bremssätteln wiederholen.
 
Den Deckel mit Membrane wieder mit den Schrauben (1) am Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorderradbremsen befestigen.
Wechsel der Bremsflüssigkeit im hinteren Bremssystem
Das Hinterrad den Beschreibungen im Abschn. G 4, Abnahme des Hinterrads, gemäß abnehmen.
Den Deckel (1) lösen und die intern angeordnete Membrane des Bremsflüssigkeitsbehälters (A) der Hinterradbremse abnehmen.
Das Öl aus dem Behälter (A) absaugen.
Den hinteren Bremssattel so wie im Abschn. G 6, Abnahme der hinteren Bremsanlage, beschrieben, abnehmen. Ihn dabei in der höchst möglichen Position halten und zwischen die Bremsbeläge ein Abstandstück einfügen, dessen Stärke der der Bremsscheibe entspricht.
Nun so lange frisches Öl in den Behälter (A) füllen, bis die Markierung MAX erreicht wurde.
Das Pedal zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Das Pedal niedergedrückt halten.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Achtung
Während dem Auffüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
 
Das Öl so lange aus dem Entlüftungsventil (2) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt.
Das Entlüftungsventil (2) erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann den korrekten Ölstand im Behälter herstellen.
Den Bremssattel den Beschreibungen im Abschn. G 6, Montage der hinteren Bremsanlage, entsprechend montieren, dann das Hinterrad so wie im Abschn. G 4, Montage des Hinterrads, beschrieben montieren.
Den Deckel (1) auf den Bremsflüssigkeitsbehälter (A) der Hinterradbremse anschrauben.
Entleeren der Bremssysteme
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch für die Augen und die Haut außerordentlich schädlich. Sollte es zu einem entsprechenden Kontakt kommen, den betroffenen Körperteil daher unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Nach dem Lösen der Schrauben (2) den Deckel (1) mit Membrane vom Bremsflüssigkeitsbehälter (A) der Vorderradbremsen nehmen.
Den Verschluss (3) des Bremsflüssigkeitsbehälters (B) der Hinterradbremse lösen.
Eine im Handel erhältliche Vorrichtung zum Abpumpen von Bremsflüssigkeiten am Entlüftungsventil (4) oder (5) des Bremssattels befestigen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen dabei immer die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Das Entlüftungsventil (4) oder (5) lockern und so lange mit der Abpumpvorrichtung pumpen, bis keine Flüssigkeit mehr aus der Anlage tritt.
Sollte man eine solche Abpumpvorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (4) oder (5) des Bremssattels schließen und dessen Ende in einem an Boden abgestellten, mit verbrauchter Bremsflüssigkeit gefüllten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil um 1/4 Drehung lockern.
Den Bremshebel oder das -pedal so lange betätigen, bis die gesamte Bremsflüssigkeit ausgetreten ist.
Den Arbeitsvorgang an allen Bremssätteln wiederholen.
Füllen der Bremssysteme
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch für die Augen und die Haut außerordentlich schädlich. Sollte es zu einem entsprechenden Kontakt kommen, den betroffenen Körperteil daher unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Die Behälter (A) oder (B) mit dem vorgeschriebenen, aus einem intakten Behälter entnommenen Öl (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel) füllen.
Wichtig
Das Öl der Bremsanlage während dieser Arbeit immer auf dem erforderlichen Füllstand halten und den transparenten Schlauch stets in der abgelassenen Bremsflüssigkeit eingetaucht lassen.
 
Den Bremshebel oder das Bremspedal mehrmals betätigen und so die Anlage füllen und die Luft ablassen.
Hinweis
Das Hinterrad abnehmen (siehe Abschn. G 4, Abnahme des Hinterrads) und den hinteren Bremssattel den Beschreibungen im Abschn. G 6, Abnahme der hinteren Bremsanlage, gemäß montieren.
Ihn dabei in der höchst möglichen Position halten und zwischen die Bremsbeläge ein Abstandstück einfügen, dessen Stärke der der Bremsscheibe entspricht.
 
Die Abpumpvorrichtung an das Entlüftungsventil (4) oder (5) des Bremssattels schließen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen dabei immer die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Mit der Abpumpvorrichtung pumpen und das Entlüftungsventil (4) oder (5) lockern, dabei immer kontrollieren, dass der Füllstand im entsprechenden Behälter nicht unter die Markierung MIN absinkt.
Diesen letzten Arbeitsschritt so lange wiederholen, bis im transparenten, an das Entlüftungsventil geschlossenen Schlauch, keine Luftblasen mehr zu erkennen sind.
Das Entlüftungsventil (4) oder (5) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Sollte man eine solche Abpumpvorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man, so wie bereits für den Ablass der Anlage beschrieben, einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil schließen.
Das Entlüftungsventil (4) oder (5) um 1/4 Drehung öffnen und den Bremshebel oder das Bremspedal so lange betätigen, bis die Flüssigkeit aus dem Ventil auszutreten beginnt.
Den Bremshebel vollständig anziehen oder das Bremspedal ganz herunterdrücken, dann das Entlüftungsventil um mindestens 1/4 Drehung lockern.
Einige Sekunden abwarten, dann den Hebel oder das Pedal langsam zurücklassen und gleichzeitig das Entlüftungsventil schließen.
Wichtig
Den Bremshebel oder das Bremspedal nicht loslassen, wenn das Entlüftungsventil nicht vollständig angezogen ist.
 
Dieses Verfahren so lange wiederholen, bis die aus dem Kunststoffschlauch austretende Flüssigkeit völlig frei von Luftblasen ist.
Die Entlüftung an jedem Ventil einzeln durchführen.
Das Entlüftungsventil (4) oder (5) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann die Schutzkappe ansetzen.
Zum vollständigen Ablassen der Luft, die in obersten Punkt des vorderen Bremssattels verlieben sein könnte, in der selben Weise am Entlüftungsventil (4) verfahren.
Den Flüssigkeitstand im Behälter angleichen, dann die entfernten Elemente erneut montieren.
Wechsel der Kupplungsflüssigkeit
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Nach dem Lösen der Schrauben den Deckel (1) mit Membrane vom Kupplungsflüssigkeitsbehälter abschrauben.
Das Öl aus dem Behälter (A) absaugen.
Nun so lange frisches Öl in den Behälter (A) füllen, bis die Markierung MAX erreicht wurde.
Den Hebel zwei oder drei Mal betätigen und so das Flüssigkeitssystem unter Druck setzen.
Den Hebel zum Griff gezogen halten.
Einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen und dessen Ende in einen am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil (2) so lockern, dass das Öl abfließen kann.
Achtung
Während dem Ausfüllen den Ölstand immer über der Markierung MIN halten, so dass das Bilden von Luftblasen im System verhindert werden kann.
 
Das Öl so lange aus dem Entlüftungsventil (2) abfließen lassen, bis die Flüssigkeit sich in einer anderen Farbe zeigt.
Die Ablassschraube (2) erneut auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann den korrekten Ölstand im Behälter herstellen.
Entleeren des Kupplungssystems
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem zufälligen Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Die Schutzkappe, die am Entlüftungsventil (2) angeordnet ist, abziehen.
Eine Kupplungsabpumpvorrichtung an das Entlüftungsventils (2) des Kupplungsnehmerzylinders schließen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hierbei immer die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
 
Das Entlüftungsventil lockern und so lange mit der Abpumpvorrichtung pumpen, bis keine Flüssigkeit mehr aus der Anlage kommt.
Sollte man über keine Abpumpvorrichtung verfügen, kann man einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen und dessen Ende in einen mit verbrauchter Kupplungsflüssigkeit gefüllten und am Boden abgestellten Behälter eintauchen.
Das Entlüftungsventil aufschrauben (1/4 Umdrehung).
Den Deckel (1) mit Membrane vom Flüssigkeitsbehälter (A) abnehmen.
Den Kupplungshebel so lange betätigen, bis die gesamte Flüssigkeit ausgetreten ist.
Für das vollständige Entleeren des Systems wird die Abnahme der Einheit des Kupplungsnehmerzlinders vom Motor empfohlen. Dazu die drei Befestigungsschrauben (3) lösen.
Die Kupplungsnehmereinheit (4) abziehen, dabei auf die darin angeordnete OR-Dichtung (5) achten.
Auf den internen Kolben drücken, um so die gesamte, in der Kupplungsnehmereinheit vorhandene Flüssigkeit ablassen zu können.
Die Einheit des Kupplungsnehmerzylinders erneut montieren, dazu die Befestigungsschrauben (3) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Das Entlüftungsventil auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann die Schutzkappe ansetzten.
Füllen des Kupplungssystems
Achtung
Die in der Kupplungsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch bei einem zufälligen Augen- oder Hautkontakt außerordentlich schädlich; daher, im Fall eines entsprechenden Kontakts, den betroffenen Körperteil unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
 
Den Flüssigkeitsbehälter mit der vorgeschriebenen, aus einem intakten Behälter entnommenen Flüssigkeit (Abschn. C 2, Betriebsstoffe und Schmiermittel) auffüllen.
Wichtig
Den Ölstand im System während dieser Arbeit immer auf dem erforderlichen Füllstand halten und den transparenten Schlauch stets in der abgelassenen Flüssigkeit eingetaucht lassen.
Den Kupplungshebel mehrmals betätigen und so die Anlage füllen und die Luft ablassen.
Die Abpumpvorrichtung am Entlüftungsventil (2) befestigen.
Hinweis
Verwendet man für das Entlüften der Kupplung eine handelsübliche Vorrichtung, müssen hierbei immer die Anleitungen des Herstellers befolgt werden.
Mit der Vorrichtung pumpen und das Entlüftungsventil (2) lockern, dabei immer kontrollieren, dass der Flüssigkeitsstand nie unter den MIN-Pegel absinkt.
Diesen letzten Arbeitsschritt so lange wiederholen, bis im transparenten, an das Entlüftungsventil (2) geschlossenen Schlauch, keine Luftblasen mehr zu erkennen sind. Sollte man eine solche Abpumpvorrichtung nicht zur Verfügung stehen haben, kann man, so wie bereits für den Ablass der Anlage beschrieben, einen transparenten Schlauch an das Entlüftungsventil (2) schließen.
Das Entlüftungsventil (2) um 1/4 Drehung öffnen und den Kupplungshebel so lange betätigen, bis die Flüssigkeit aus dem Entlüftungsventil (2) auszutreten beginnt.
Den Kupplungshebel vollständig anziehen, dann das Entlüftungsventil um mindestens 1/4 Drehung lockern.
Einige Sekunden abwarten, dann den Hebel langsam zurücklassen und gleichzeitig das Entlüftungsventil (2) schließen.
Wichtig
Den Kupplungshebel nicht loslassen, wenn das Entlüftungsventil nicht vollständig angezogen ist.
 
Dieses Verfahren so lange wiederholen, bis die aus dem Kunststoffschlauch austretende Flüssigkeit völlig frei von Luftblasen ist.
Das Entlüftungsventil (2) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen, dann die Schutzkappe ansetzten.
Die Flüssigkeit im Behälter bis auf 3 mm über den MIN-Pegel des Behälters auffüllen.
Erneut den Verschluss (1) mit Membrane montieren.
Einstellung des Lenkkopflagerspiels
Sollten ein übermäßiges Lenkspiel oder ein Rütteln des Lenkers auf der Lenkachse festgestellt werden, ist folgende Einstellung des Lenkkopflagerspiels erforderlich:
Die vier Schrauben (1) lösen und die entsprechende Klemmfaust (2) abnehmen. Den Lenker (3) von der oberen Gabelbrücke abnehmen und so ausrichten, dass die nachfolgenden Arbeitsschritte nicht behindert werden.
Die Schrauben (4) an der oberen Gabelbrücke bzw. an den Klemmfäusten für die Befestigung der Gabelholme lockern.
Die Schraube (5) der Klemmfaust des Rohrs an der oberen Gabelbrücke lockern.
Die Einstellnutmutter (6) mit dem entsprechenden Schlüssel 88713.1058 auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Alle zuvor gelockerten Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Den Lenker anordnen, die beiden Klemmfäuste montieren (2), dann die vier Befestigungsschrauben (1) der Klemmfäuste auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Indem man den Lenker bis auf Anschlag dreht, überprüfen, dass das Lagerspiel korrekt ist.
Einstellung des Kupplungs- und des vorderen Bremshebels
Der Hebel (1) der Vorderradbremse verfügt über einen Knauf (2), über den eine Einstellung des Distanz zwischen Hebel und Lenkergriff möglich ist.
Um diese Einstellung vornehmen zu können, den Hebel (1) vollständig nach vorne gedrückt halten und auf den Knauf (2) einwirken, indem man ihn auf eine der vier vorgesehenen Positionen dreht; wobei zu berücksichtigen ist, dass die Position 1 dem maximalen Abstand und die Position 4 dem Mindestabstand entspricht.
Die gleiche Einstellmöglichkeit besteht auch beim Kupplungshebel.
Bei Betätigen des Kupplungshebels wird der Antrieb des Motor an das Getriebe und demzufolge zum Antriebsrad unterbrochen.
Die Anwendung dieses Hebels ist in allen Fahrphasen des Motorrads von ausschlaggebender Bedeutung, besonders aber beim Anfahren.
Achtung
Die Einstellung von Kupplungs- und Bremshebel muss an einem stehenden Motorrad erfolgen.
 
Einstellung der Kettenspannung
Das Motorrad so lange verschieben, bis man die Position erreicht, in der die Kette am stärksten gespannt ist.
Das Motorrad auf dem Seitenständer abstellen und am vordersten Bereich des seitlichen Kettenschutzes den Abstand zwischen Hinterradschwinge und Mittellinie der Kettenglieder des unteren Kettenzweigs überprüfen. Der Wert muss, so wie auf der an der Schwinge angebrachten Etikette angegeben, zwischen 38 und 42 mm resultieren.
Sollte dies nicht der Fall sein, wie folgt verfahren:
Die Muttern (1) anhand derer der Kettenschutz (2) am Haltebügel befestigt wird, so lockern, dass es möglich ist, die Schrauben (3), die die hintere Nabe an der Hinterradschwinge feststellen, frei zu bewegen.
An den mitgelieferten Schlüssel die entsprechende Verlängerung ansetzen, dann dessen Zahn in die Exzenternabe einfügen.
Die Exzenternabe so lange drehen, bis die korrekte Spannung der Kette erreicht wurde. Durch Drehen im Uhrzeigersinn wird die Kette gespannt; durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn wird sie dagegen gelockert. (Sicht von Kettenseite).
Wichtig
Während dieser Arbeitsschritte die Radachse (R) immer unter der Achse des Exzenterachse (E) halten.
Die Kopfunterseite und das Gewinde mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren, dann die Schrauben (3) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) und in der Sequenz 1-2-1 anziehen.
Achtung
Der korrekte Anzug der Klemmschrauben der Exzenternabe ist ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit des Fahrers und des Sozius.
 
Nach erfolgtem Spannen der Kette, den Kettenschutz (2) wieder anordnen, dabei darauf achten, dass seine äußeren Kanten im gleichen Abstand zur Kette resultieren.
Die Muttern (1) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen und das Hinterrad den Beschreibungen im Abschn. G 4, Montage des Hinterrads, gemäß montieren.
Verschleißkontrolle und Wechsel der Bremsbeläge
Achtung
Die in der Bremsanlage verwendete Flüssigkeit beschädigt nicht nur die Lackierung, sondern ist auch für die Augen und die Haut außerordentlich schädlich. Sollte es zufällig zu einem Kontakt kommen, den betroffenen Körperteil daher unter reichlich fließendem Wasser abspülen.
Wichtig
Bei der Übergabe des Motorrads an den Kunden, nach einem Austausch der Bremsbeläge, muss dieser darüber informiert werden, dass er für mindestens 100 km die Vorderradbremse noch besonders vorsichtig einsetzen sollte, um ein korrektes und vollständiges Setzen des Reibungsmaterials zu ermöglichen.
Verschleißkontrolle an der Vorderradbremse
Über den Schlitz auf der Halteklammer (1) des Bremssattels prüfen, ob die auf der Reibfläche der Bremsbeläge (4) eingearbeitete Kerbe noch ersichtlich ist.
Wichtig
Auch wenn nur ein Bremsbelag verschlissen ist, müssen immer beide ausgewechselt werden.
 
Den Austausch der Bremsbeläge in der folgenden Weise vornehmen:
Den Sicherungssplint (2) des intern liegenden Endteils der Bremsbelaghaltestifte entfernen.
Die Zentrierstifte (3) der Bremsbeläge nach außen hin abziehen.
Die Halteklammer (1) der Bremsbeläge, die zwischen den Bremssattelhälften liegt, entfernen.
Die Kolben des Bremssattels vollständig in ihren Sitz eindrücken, dabei die verschlissenen Beläge auseinander ziehen.
Die verschlissenen Bremsbeläge (4) vom Bremssattel entfernen.
Hinweis
Bremsbeläge, die glänzen oder sich als “glasig” erweisen, müssen ausgewechselt werden.
 
Die neuen Bremsbeläge und die entsprechende Feder (1) in den Bremssattel einfügen.
Die Zentrierstifte (3) von außen her am Bremssattel montieren und mit dem Sicherungssplint (2) sichern.
Den Bremshebel mehrmals hintereinander betätigen, so dass sich die Bremsbeläge unter der Druckeinwirkung der Bremsflüssigkeit setzen können.
Überprüfen, dass der Füllstand im Behälter des Bremszylinders nicht unter die Markierung MIN angesunken ist. Sollte dies der Fall sein, wie nachstehend beschrieben nachfüllen. Den Lenker drehen und so den Behälterinhalt nivellieren.
Die Schrauben (5) lösen, dann den Behälterdeckel abnehmen.
Die innere Membrane vom Behälter nehmen.
So lange die vorgeschriebene Flüssigkeit nachfüllen, bis der Füllstand (MAX) erreicht wurde.
Die zuvor entfernten Teile erneut montieren.
Verschleißkontrolle an der Hinterradbremse
Nach dem Lösen der Schrauben (1) die vorderen Bremssättel von der Vorderradgabel nehmen. Kontrollieren, dass die in der Reibefläche der Bremsbeläge (4) eingearbeitete Kerbe (A) ersichtlich ist.
Wichtig
Auch wenn nur ein Bremsbelag verschlissen ist, müssen immer beide ausgewechselt werden.
 
Den Austausch der Bremsbeläge folgendermaßen vornehmen:
Den Sicherungssplint (1) (an der Innenseite des Bremssattels) vom Zentrierstift der Bremsbeläge (2) nehmen. Den Zentrierstift (2) der Bremsbeläge nach außen hin abziehen.
Die Halteklammer (3) der Bremsbeläge, die zwischen den beiden Bremssattelhälften angeordnet ist, entfernen.
Die Kolben des Bremssattels vollständig in ihren Sitz eindrücken, dabei die verschlissenen Beläge auseinander ziehen. Die verschlissenen Bremsbeläge entfernen.
Hinweis
Bremsbeläge, die glänzen oder sich als “glasig” erweisen, müssen ausgewechselt werden.
 
Die neuen Bremsbeläge und die entsprechende Halteklammer (3) in den Bremssattel einfügen. Den Zentrierstift (2) von außen her einsetzen und mit dem Sicherungssplint (1) blockieren, seinen Rand (A) dabei zum Rad ausrichten.
Das Bremspedal mehrmals hintereinander betätigen, so dass sich die Bremsbeläge durch die Druckeinwirkung der Bremsflüssigkeit setzen können. Überprüfen, dass der Füllstand im Behälter zwischen den Markierungen MIN und MAX liegt. Sollte dies nicht der Fall sein, den Verschluss (4) des Behälters abschrauben und nachfüllen.
Hinweis
Sollte sich der Austausch der Bremsbeläge als schwierig erweisen, den Bremssattel abnehmen (Abschn. G4, Abnahme des Hinterrads).
Achtung
Da es sich bei den Bremssätteln um ein Sicherheitsorgan des Motorrads handelt, muss man sich an die Angaben im Abschn. G 3, Hydraulische Vorderradbremse, und im Abschn. G 6, Hydraulische Hinterradbremse, halten und insbesondere beim erneuten Einbau die Befestigungsschrauben der Bremssättel auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Regulierung der Gaszüge
Der Gasdrehgriff muss in allen Lenkeinschlagpositionen einen Leerhub aufweisen, der am Bund des Gasdrehgriffs gemessen, 1,5÷2 mm beträgt.
Vor dem Einstellen des Hubs des Gasdrehgriffs müssen die Gummikappen (A) abgezogen und die Stopfen (B) aus ihren Sitzen entfernt werden.
Die Kontermuttern (1) lockern, dabei berücksichtigen, dass die untere die Öffnung der Drosselklappen und die obere deren Schließung beeinflusst, dann das Einstellelement (2) so betätigen, dass das vorgeschriebene Spiel erzielt wird.
Beide Kontermuttern (1) anziehen, die Kappen (A) überziehen und die Stopfen (B) an den Einstellelementen (2) ansetzen.
Der Zustand der Ummantelung der Öffnungs- und Schließzüge der Gassteuerung muss regelmäßig überprüft werden. Es dürfen keine Quetschungen oder Risse an den äußeren Kunststoffumhüllungen erkennbar sein.
Um die Gleitfähigkeit der Steuerung zu erhalten, sollten die Enden des Bowdenzugs der jeweiligen Steuerung regelmäßig mit dem vorgeschriebenen Fett geschmiert werden.
Den Leichtlauf des inneren Zugs durch das Betätigen der Steuerung prüfen: Lassen sich Reibungen oder Verklemmungen feststellen, muss er ersetzt werden.
Um die Gassteuerung schmieren zu können, muss die Gummikappe (A) leicht abgezogen werden, dann die Schrauben (3) lösen und die Gassteuerung (4) öffnen.
Die Enden des Bowdenzugs und die Zugrolle einfetten.
Den Steuerzug zwischen die beiden Schalen, aus denen sich die Steuereinheit (4) zusammensetzt, einfügen und sie dann vorsichtig schließen.
Die Schrauben (3) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Die Gummikappe (A) erneut in ihrem Sitz anordnen.
Einstellung der Pedalposition für Schaltung und der Hinterradbremse
Zur individuellen Anpassung an die Ansprüche der einzelnen Motorradfahrer besteht die Möglichkeit, die Position der Pedalen des Schalt- und des Hinterradbremshebels den Fußrasten gegenüber einzustellen.
Schaltpedal
Die Position des Schalthebels kann wie folgt geändert werden:
Einen offenen Schlüssel am Schlüsselansatz (A) ansetzen und so das festliegende Gelenk (1) blockieren, dann die Kontermutter (2) lockern.
Die Schraube (4) so lösen, dass das bewegliche Gelenk (3) vom Schalthebel abgekoppelt wird.
Das bewegliche Gelenk (3) so drehen, dass die gewünschte Position des Schaltpedals erreicht wird.
Den Schalthebel mit der Schraube (4) am beweglichen Gelenk (3) befestigen.
Die Kontermutter (2) gegen das festliegende Gelenk (1) festziehen.
Pedal der Hinterradbremse
Die Kontermutter (5) lockern.
Über die Einstellschraube (6) für den Pedalhub die gewünschte Position einstellen,
dann die Kontermutter (5) anziehen.
Durch das manuelle Betätigen des Bremspedals prüfen, ob es ein Spiel von circa 1,5÷2 mm aufweist bevor die Bremse anspricht.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Steuerstablänge des Bremszylinders wie folgt geändert werden:
Die Kontermutter (7) des Bremszylinderstabs lockern.
Um den Leerhub zu erhöhen, den Stab (8) an der Gabel (9) anschrauben oder lösen, um ihn zu mindern.
Die Kontermutter (7) anziehen, dann den Leerhub erneut prüfen.
Einstellung der Vorderradgabel (1100)
Die Gabel des Motorrads kann sowohl in der Zugstufe (Rückzug) und der Druckstufe der Holme als auch in der Federvorspannung reguliert werden.
 
Die Einstellung erfolgt über die äußeren Einstellschrauben:
1) zur Änderung der hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe;
2) zur Änderung der Vorspannung der innen liegenden Federn;
3) zur Änderung der hydraulischen Dämpfung in der Druckstufe.
 
Das Motorrad stabil auf dem Seitenständer ausrichten.
Unter Anwendung eines Schlitzschraubendrehers die sich am Scheitel jedes Gabelholms befindliche Einstellschraube (1) drehen und so die hydraulische Dämpfung in der Zugstufe entsprechend ändern.
Unter Anwendung eines Schlitzschraubendrehers die sich im unteren Bereich der Radaufnahmen befindliche Einstellschraube (3) drehen und so die hydraulische Dämpfung in der Druckstufe entsprechend ändern.
Während man die Einstellschrauben (1) und (3) dreht, sind Einrastgeräusche zu vernehmen, von denen jedes Klicken jeweils einer Dämpfposition entspricht. Wird die Einstellschraube vollständig eingeschraubt, erhält man die Position “0”, die dann der maximalen Dämpfung entspricht. Von dieser Position aus beginnend, kann man beim Drehen gegen den Uhrzeigersinn, die verschiedenen Einrastgeräusche mitzählen, die dann für die Positionen "1", "2", usw. stehen.
 
STANDARD-Einstellungen:
Druckstufe: 1,5 Umdrehungen ± 1/4 Umdrehung
Zugstufe: 1,5 Umdrehungen ± 1/4 Umdrehung
Federvorspannung (A): 10 mm (3 Umdrehungen von vollkommen geöffneter Position).
Für die Änderung der Vorspannung der Innenfeder jedes Holms die Sechskant-Einstellschraube (2) mit einem 22 mm-Sechskantschlüssel betätigen.
Wichtig
Die Einstellschrauben beider Holme müssen auf die gleichen Positionen eingestellt werden.
Einstellung der Vorderradgabel (1100S)
Die Vorderradgabel kann sowohl in der Zugstufe (Rückzug) und der Druckstufe der Holme als auch in der Federvorspannung reguliert werden.
 
Die Einstellung erfolgt über die äußeren Einstellschrauben:
1
2
3
 
Das Motorrad stabil auf dem Seitenständer ausrichten.
Unter Anwendung eines Schlitzschraubendrehers die sich am Scheitel jedes Gabelholms befindliche Einstellschraube (1) drehen und so die hydraulische Dämpfung in der Zugstufe entsprechend ändern.
Unter Anwendung eines Schlitzschraubendrehers die sich im unteren Bereich der Radaufnahmen befindliche Einstellschraube (3) drehen und so die hydraulische Dämpfung in der Druckstufe entsprechend ändern.
Während man die Einstellschrauben (1) und (3) dreht, sind Einrastgeräusche zu vernehmen, von denen jedes Klicken jeweils einer Dämpfposition entspricht. Wird die Einstellschraube vollständig eingeschraubt, erhält man die Position “0”, die dann der maximalen Dämpfung entspricht. Von dieser Position aus beginnend, kann man beim Drehen gegen den Uhrzeigersinn, die verschiedenen Einrastgeräusche mitzählen, die dann für die Positionen "1", "2", usw. stehen.
STANDARD-Einstellungen:
Druckstufe: 1,5 Umdrehungen ± 1/4 Umdrehung
Zugstufe: 1,5 Umdrehungen ± 1/4 Umdrehung
Federvorspannung: 10 mm (3 Umdrehungen von vollkommen geöffneter Position).
Für die Änderung der Vorspannung der Innenfeder jedes Holms die Sechskant-Einstellschraube (2) mit einem 22 mm-Sechskantschlüssel betätigen.
Wichtig
Die Einstellschrauben beider Holme müssen auf die gleichen Positionen eingestellt werden.
Einstellung des Zentralfederbeins (1100)
Das Zentralfederbein ist mit außen liegenden Einstellelementen ausgestattet, die das Anpassen der Motorradlage, den jeweiligen Belastungsbedingungen entsprechend, ermöglichen.
Das Einstellelement (1) auf der rechten Rahmenseite, an der unteren Befestigung des Federbeins an der Schwinge, dient der Einstellung der hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe (Rücklauf).
Das Einstellelement (2) am Ausdehnungsbehälter des Federbeins reguliert die hydraulische Dämpfung in der Druckstufe.
Durch ein Drehen der Einstellelemente (1) und (2) im Uhrzeigersinn wird die Dämpfung erhöht, entgegengesetzt, wird sie gemindert.
STANDARD-Einstellung von der vollkommen geschlossenen Position (Uhrzeigersinn) ausgehend
-
-
Federvorspannung: 19 mm
 
Die beiden am oberen Dämpferbereich angeordneten Nutmuttern (3) regulieren die Vorspannung der extern liegenden Feder. Die Federvorspannung kann nach Lockern der oberen Klemmnutmutter geändert werden. Durch Anschrauben oder Lösen der unteren Nutmutter wird die Vorspannung erhöht oder gemindert.
Achtung
Das Federbein enthält unter hohem Druck stehendes Gas und kann schwere Schäden verursachen, wenn es von
unerfahrenen Personen ausgebaut wird.
Wichtig
Bei Fahrten mit Sozius und Gepäck muss die Feder des Zentralfederbeins auf die maximale Vorspannung eingestellt werden. In dieser Weise können das dynamische Fahrverhalten verbessert und ein Aufsetzen des Motorrads vermieden werden. Dies kann auch eine erneute Anpassung der hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe erforderlich machen.
Einstellung des Zentralfederbeins (1100S)
Das Zentralfederbein verfügt über außen angeordnete Einstellschrauben, die das Anpassen der Motorradlage, den jeweiligen Belastungsbedingungen entsprechend, ermöglichen.
Das Einstellelement (1) auf der rechten Rahmenseite, an der unteren Befestigung des Federbeins an der Schwinge, dient der Einstellung der hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe (Rücklauf).
Über Einstellschraube (2) am Ausdehnungsbehälter des Federbeins ist die Regulierung der hydraulischen Dämpfung in der Druckstufe möglich.
Dreht man die Einstellschraube (1) und (2) im Uhrzeigersinn, wird die Dämpfung erhöht, dreht man gegen den Uhrzeigersinn wird sie verringert.
Standard-Einstellung:
von der vollkommen geschlossenen Position (Uhrzeigersinn) ausgehend wie folgt lösen:
Einstellschraube (1) um 15 Klicks.
Einstellschraube (2) um 7 Klicks.
Federvorspannung: 19 mm
 
Die beiden am oberen Dämpferbereich angeordneten Nutmuttern (3) regulieren die Vorspannung der extern liegenden Feder. Die Federvorspannung kann nach Lockern der oberen Klemmnutmutter geändert werden. Durch Anschrauben oder Lösen der unteren Nutmutter wird die Vorspannung erhöht oder gemindert.
Achtung
Das Federbein enthält unter hohem Druck stehendes Gas; falls hier unerfahrenes Personal tätig wird, kann es zu schweren Schäden kommen.
Änderung der Motorradtrimmlage (1100S)
Die ursprüngliche Motorradtrimmlage ist das Ergebnis der von Technikern und Prüfern der DUCATI unter den unterschiedlichsten Einsatzbedingungen durchgeführten Tests. Eine Änderung dieses Parameters ist ein äußerst delikater Eingriff, der, falls ohne jegliche diesbezügliche Erfahrung ausgeführt, als gefährlich resultieren kann. Unter Berücksichtigung des häufigen sportlichen Einsatzes dieses Motorrads hat DUCATI Möglichkeiten vorgesehen, die eine Änderung der Geometrie der hinteren Radfederung und der Lenkung ermöglichen, um es an alle Rennstrecken anpassen zu können.
Änderung der hinteren Höhe
Für die Änderung der Trimmlage wie folgt verfahren:
Das Motorrad senkrecht auf einer flachen Ebene ausrichten und in dieser Position halten.
Die Distanz (h) ausmessen und den gemessenen Wert notieren, um später die Originaleinstellung wieder herstellen zu können.
Für die Änderung der Distanz (h) kann man auf die Länge der Momentenstütze (2) folgendermaßen einwirken:
Die Kontermuttern (3) an den Kugelgelenken (1) lockern, dabei auf die untere achten, da sie linksgängig ist.
Die Momentenstütze (2) so lange über den mittleren Schlüsselansatz (C) drehen, bis das gewünschte Maß erreicht wurde.
Achtung
Die Länge der Momentenstütze (2) zwischen den beiden Gelenkachsen (1) darf 255,5 mm nicht überschreiten.
 
Die Kontermuttern (3) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Das UNIBALL-Element des Gelenkkopfs (A) darf maximal über 5 Gewinde herausstehen, was einem Maß von 7,5 mm (B) entspricht.