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Beim Immobilizer handelt es sich um ein System, das am Anlass des Motorrads hindert, wenn der Fahrer nicht den spezifischen Schlüssel einsteckt, der in der Lage ist, den Erkennungscode an den in das Cockpit eingefügten Decoder zu übertragen. Das Empfänger-/Sendersystem besteht in einem in den Zündschlüsseln enthaltenen "TRANSPONDER" und einer Antenne, die am Zündschlüsselblock angeordnet ist.
Schlüssel mit Transponder
Die beiden Schlüssel enthalten den geheimen Ursprungscode, der zum Programmieren der Elemente des Immobilizersystems verwendet wird und den Anlass des Motors ermöglicht.
Beim Transponder handelt es sich um ein Element, das im Körper des Zündschlüssels angeordnet ist und sich aus einem Versorgungssystem, einem ROM (Lesespeicher) und einer Übertragungsschaltung zusammensetzt. Der Transponder zieht die für seine Funktion erforderliche Energie aus dem seitens der Antenne gestellten Magnetfeld, das beim Einschalten des Cockpit aktiviert wird. Dank seiner kleinen Maße und da er keine externe, über Batterie gegebene Versorgung erfordert, ist er direkt im Schlüssel eingearbeitet.
Achtung
Starke Schläge können zu Schäden am Schaltkreis im Schlüsselkopf führen.
Immobilizer-Antenne
Hier handelt es sich um eine mit Kunststoff verkleidete Kupferspule mit einem Kabel, das mit einem Stecker endet.
Die Antenne (A) ist auf dem Zündschlüsselblock aufgezogen, der dafür mit einer entsprechenden Aufnahme versehen wurde, in die sich die Antenne einfügt und verankert.
Funktionsprinzip des Immobilizers
In dem Moment des Key-on (Cockpit wird über Zündschlüssel eingeschaltet) aktiviert der Decoder (im Cockpit integriert) die Antenne, die dann ein elektromagnetisches Feld abgibt, das in der Lage ist, den im Zündschlüssel integrierten Transponder zu speisen. Dieser gibt daraufhin seinen in seiner ROM abgespeicherten Code ab, der von der Antenne erfasst und an den Decoder gesendet wird. Hier wird er dann mit einem zweiten Code verglichen. Ist das Ergebnis dieses Vergleichs positiv, wird der Motorstart freigegeben.
Anzeigen der Kontrollleuchten und der Anzeigen des Immobilizers
Jedes Mal, wenn der Zündschlüsselschalter von ON auf OFF gedreht wird, sorgt das Schutzsystem für die Aktivierung der Motorsperre. Beim Anlassen des Motors bzw. auf das Drehen des Schlüssels von OFF auf ON hin, können sich folgende Situationen ergeben:
1) Hat das Schutzsystem den Schlüsselcode erkannt, hebt das Schutzsystem die Motorsperre auf. Auf das Drücken der START-Taste (2) hin, springt der Motor an.
2) Sollten dabei die Diagnoseleuchte (8) aufleuchten und nach dem Drücken der Taste (MODE) in die Position B "t“ die Angabe „Error IMMO“ angezeigt werden, bedeutet dies, dass der Code nicht erkannt wurde. In diesem Fall wird empfohlen, den Schlüssel in die Position OFF zu bringen und ihn darauf erneut auf ON zu schalten. Sollte der Motor weiterhin blockiert bleiben, es nochmals mit dem anderen, mitgelieferten schwarzen Schlüssel versuchen. Springt der Motor immer noch nicht an, sollte man sich mit einem Kundendienst der DUCATI in Verbindung setzen.
Wichtig
Während dem nachstehend dargestellten Programmierverfahren ist es wichtig, dass man bei Einstecken eines Schlüssel in den Zündschlüsselblock die anderen davon fern hält, so dass sie nicht stören können.
Ausbau des Immobilizers
Den Zündschlüssel auf OFF drehen.
Den Stecker der Immobilizer-Antenne (21) lösen.
Hinweis
Der Bezug (21) entspricht dem, der auch in den Tafeln unter dem Kapitel “Anordnung der Kabel am Motorrad”, Abschn. P 1, angegeben wird.
Die Befestigungsschellen des Kabels der Immobilizer-Antenne entfernen.
Die Schrauben (1) für die Befestigung des Immobilizer-Antennenschutzes am Zündschlüsselblock lösen.
Den Deckel (2) mit Immobilizer-Antenne (3) vom Schlüsselschalter abziehen.
Montage des Immobilizers
Einen Tropfen Loctite in den Deckel (2) geben.
Die Antenne (3) vorsichtig im Deckel (2) installieren, dabei mit den beiden am Deckel selbst vorhandenen Zähnen (A) arretieren.
Den Deckel am Schlüsselschalter montieren, dabei das Antennenkabel nach unten hin führen.
Den Deckel durch Ansetzen der Schrauben (1) feststellen.
Die Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.