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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf Bestandteile hin, die nicht in der am Text stehenden Abbildung, sondern in der vorliegenden Explosionszeichnung enthalten sind.
System der Hinterradfederung
Für die Hinterradfederung wird ein ölpneumatisches, komplett regulierbares Zentralfederbein (1) mit progressiver Wirkung eingesetzt. Dieses System setzt sich aus einem oberen Umlenkhebel (8) und einer nicht regulierbaren Momentenstütze (19) zusammen, die an der Einarmschwinge befestigt ist.
Die Schwinge ist am Rahmen und am Motor angelenkt, wodurch eine hohe Festigkeit erzielt wird, und stützt im hinteren Bereich die für die Regulierung der Kettenspannung vorgesehene Exzenternabe ab.
Hinsichtlich der Federbeineinstellungen verweisen wir hier auf den Abschnitt D 4, Einstellung des Zentralfederbeins (1100).
Abnahme des Zentralfederbeins
Vor der Abnahme des Zentralfederbeins von der Schwinge und dem oberen Umlenkhebel müssen die obere Schraube (5) und die untere Schraube (15) gelöst werden. Zuvor jedoch die Gummikappen (3) abnehmen.
Durch die Abnahme der unteren Schraube (15) kommt es auch zum Lösen des unteren Kugelgelenks (6) der Momentenstütze (2) von der Hinterradschwinge. Die Gewindebuchse (16) und die seitlich am unteren Kugelgelenk der Momentenstütze angeordneten Buchsen (4) abnehmen.
Revision des Zentralfederbeins (1100)
Vor der Abnahme des Federbeins muss die Vorspannungslänge der Feder (L) gemessen werden. Das hierbei erfasste Mass muss nach der erneuten Montage wieder hergestellt werden.
Zerlegen des Zentralfederbeins
Die Konternutmutter (A) und die Nutmutter (B) des Federeinstellelements mit einem Hakenschlüssel oder einem anderen Spezialwerkzeug lockern.
Den Sprengring (C) und die Feder abnehmen.
Das Federbein einer Sichtkontrolle unterziehen und es dabei auf eventuelle Ölleckagen oder andere Defekte hin überprüfen.
Falls erforderlich das Federbein austauschen.
Zusammenstellung des Zentralfederbeins
Die Feder mit dem konischen Ende zum unteren Anschluss gerichtet in die Federbeinaufnahme einfügen.
Den Sprengring (C) montieren.
Die Federeinstellnutmutter (B) so lange anschrauben, bis die zuvor gemessene Länge (L) erreicht wurde.
Hinweis
Eine vollständige Umdrehung der Einstellnutmuttter führt zu einer Änderung der Federlänge von 1,5 mm.
 
Die Konternutmutter (A) gegen die Nutmutter (B) anziehen.
 
Ausbau des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Den oberen Teil des Zentralfederbeins vom Umlenkhebel, den Beschreibungen im Paragraph "Abnahme des Zentralfederbeins" dieses Kapitels gemäß, abnehmen.
Die Momentenstütze (2) nach Lösen der Schraube (7) vom Umlenkhebel (8) trennen und seitlich am Kugelgelenk (4) die Buchsen (6) abnehmen.
Bevor man den Umlenkhebel (8) vom Rahmen abnimmt, muss das Spiel der Nadelbuchsen (9), die in dessen Innenbereich angeordnet sind, geprüft werden.
Das hintere Ende des Umlenkhebels in alle vier Richtungen ziehen und drücken.
Stellt man dabei ein übermäßiges Spiel fest, muss man den Austausch vornehmen.
Die Mutter (14) lösen und das Distanzstück (13) abziehen, dann kann der Umlenkhebel (8) vom Rahmen genommen werden.
Die Befestigungsschraube (12) lösen, dann den Umlenkhebel (8) komplett mit Leitung vom Rahmen nehmen.
Revision des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Zerlegen des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Die Bewegung des Umlenkhebels erfolgt über Nadelbuchsen (9), die auf einem innenliegenden Distanzstück (13) arbeiten; an ihren Enden sind zwei Dichtringe (10) angeordnet, die dafür sorgen, dass die Schmierung in den Nadelbuchsen aufrecht erhalten wird.
Nach dem Abziehen des inneren Distanzstücks (13), unter Anwendung eines angemessenen Stopfens mit einem Außendurchmesser von Ø 21,6 mm die Dichtringe und die Nadelbuchsen entfernen.
Wichtig
Während des Auszugs darauf achten, dass der Sitz des Umlenkhebels nicht beschädigt wird. Die entfernten Dichtringe (10) und die Nadelbuchsen (9) dürfen nicht mehr montiert werden.
Zusammenstellen des Umlenkhebels der Hinterradfederung
Auf den Stopfen 88713.1071 eine neue Nadelbuchse (9) legen und den Sitz am Umlenkhebel mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Den Umlenkhebel in geeigneter Weise abstützen, dann die Nadelbuchsen bis auf Anschlag des Werkzeugs am Umlenkhebel eindrücken.
Wichtig
Die Nadelbuchse mit der Bohrung auf Achse liegend einführen: dazu eventuell eine Presse verwenden.
 
Einen neuen Dichtring (10) mit der metallischen Seite nach außen gerichtet auf den Stopfen legen. An der bereits montieren Nadelbuchse (9) auf Anschlag bringen.
Die gleichen Arbeitsschritte auch im Fall der anderen Nadelbuchse (9) und dem anderen Dichtring (10) ausüben.
Die Nadelbuchsen und die Dichtringe mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren, dann das innere Distanzstück (13) einfügen.
Montage der Hinterradfederung
Den Schaft und das Gewinde der Schraube (12) sowie die Kontaktflächen am Mutterkopf (14) mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Den kompletten Umlenkhebel zwischen die Rahmenhalterungen, in die auf der Abbildung dargestellte Position, einfügen.
Die Schraube (12) bis auf Anschlag am Rahmen einschieben.
Das Distanzstück (13) und die Mutter (14) installieren.
Die Mutter feststellen und die Schraube auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Das Gewinde und die Kopfunterseite der Schrauben (5) und (7) für die obere Befestigung des Federbeins und der Momentenstütze einfetten, dann am Umlenkhebel ansetzen.
Das Federbein (1) mit seinem Ausdehnungsbehälter nach oben gerichtet, an der linken Rahmenseite anordnen.
Das obere Gelenk des Federbeins in die hintere Bohrung des Umlenkhebels einführen.
Die Schraube (5) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Die Buchsen (4) an den Gelenken der Momentenstütze installieren.
Das obere Ende der Momentenstütze in den Umlenkhebel einführen, dann die Schraube (7) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) feststellen.
Das untere Ende des Federbeins (1) und der Momentenstütze (2) an der Schwinge installieren.
Die Gewindebuchse (16) über den Durchmesser ihrer Gleitfläche einfetten und in die Aufnahme der Schwinge einführen.
Das Gewinde, die Kopfunterseite und den Gleitflächenumfang der unteren Befestigungsschraube (15) einfetten und von der rechten Seite in die Schwinge einführen.
Die Schraube (15) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Fahrwerk) bringen.
Die Stopfen (3) wieder in die Bohrungen der Hinterradschwinge einstecken.