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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf ein Bestandteil hin, das nicht in der neben dem Text stehenden Abbildung angegeben ist, sondern auf den Tafeln der Explosionszeichnungen am Kapitelbeginn dargestellt wird.
 
Abnahme des Lichtmaschinendeckels
 
Hinweis
Im Hinblick auf einer klarere Darstellung wird auf den Abbildungen ein vom Rahmen angenommener Motor gezeigt.
 
Die Schraube (1) lösen, dann den Motorsensor (7) vom Lichtmaschinendeckel abnehmen, dabei auf die Zwischenlegscheibe (8) und die OR-Dichtung (9) achten.
Die beiden Befestigungsschrauben (6) des Deckels (5) an der Kurbelwelle lösen.
Die auf der Abbildung durch Pfeile gekennzeichneten Befestigungsschrauben (10), (11) und (12) des Lichtmaschinendeckels lösen.
Die beiden Unterlegscheiben (35) und die Kabelführung (36) abnehmen.
Das Werkzeug 88713.1749 an den Bohrungen der eben entfernten Schrauben (6) befestigen.
Das Werkzeug langsam drehen, um so ein Abheben des Deckels (28) von der linken Gehäusehälfte zu erhalten.
Auseinanderlegen des Lichtmaschinendeckels
Die drei Schrauben (24) für die Befestigung des Stators und die zwei Schrauben (31) des Bügels (30) der Kabelführung im Lichtmaschinendeckel lösen.
Den Stator (32) und den Bügel (30) der Kabelführung entfernen.
Im Innenbereich des Lichtmaschinendeckels befindet sich an der Kurbelwelle ein Lager (26), das mit einem Seeger-Ring (27) befestigt wurde.
Den Seeger-Ring (27) mit einer entsprechenden Zange entfernen.
Unter Anwendung eines Universal-Abziehers das Lager (26) entfernen.
Abnahme der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Das Werkzeug 88713.12036 an den Bohrungen M10 (D) der für die Befestigung des Seitenständers befestigen.
Das Werkzeug mittels Schraube (E) am Schwungrad befestigen.
Die Klemmmutter (34) des Lichtmaschinenschwungrads lösen, sie dazu mit einem "industriellen Fön" erhitzen. Von einem Erwärmen mittels offener Flamme wird abgeraten, da es dabei zu Beschädigungen an den Komponenten des Anlasssystems kommen könnte.
Achtung
Beim Lösen der Mutter muss man die Schlüsselbuchse axial einschieben, um so schadhafte Gegenschläge zu vermeiden, falls die Mutter herausspringen sollte.
 
Die Mutter (34), die Tellerfeder (33) und die Schwungradeinheit (22) abnehmen.
Das angetriebene Zahnrad (20) von der Kurbelwelle nehmen.
Den inneren Ring (18), den Nadelkäfig (19) und die Unterlegscheibe (17) abnehmen.
Wichtig
Den Verschleißzustand des inneren Rings (18), des Nadelkäfigs (19) und der inneren Scheibe (17) prüfen.
Hinweis
Die Bohrung im inneren Ring (18) erlaubt den Öldurchlauf zum Nadelkäfig (19) und demzufolge dessen Schmierung.
Kontrolle der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Kontrollieren, dass der Innenbereich des Lichtmaschinenrotors (23) unbeschädigt ist.
Kontrollieren, dass der Freilauf korrekt funktioniert und dass die Gleitkurven der Rollen keinerlei Verschleißspuren oder andere Schäden aufweisen.
Sollten sich Funktionsstörungen feststellen lassen, muss die Einheit auseinander gebaut werden.
Auseinanderlegen der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Die acht Schrauben (25) lösen, dann den Rotor (23) vom Schwungrad abnehmen.
Den Zentierstift (14) und den Sprengring (15) herausziehen.
Die beiden eben vom Schwungrad an der Rotorseite entfernten Schrauben (25) ansetzen und für den Auszug des Flanschs (13) und des Freilaufs (21) verwenden.
Der Freilauf ist am Flansch mit einem gewissen Übermaß montiert. Für die Entfernung muss ein passender Stopfen verwendet werden.
Zusammenbau der Schwungrad-/Lichtmaschineneinheit
Den Freilauf (21) am Flansch (13) montieren, dabei die Seite mit dem größeren Durchmesser (+) am Flansch auf Anlage bringen. Letzterer muss mit seiner abgeschrägten Seite zum Freilauf gerichtet liegen.
Beim Einbau des Freilaufs ist die Einbaurichtung zu beachten: Der am äußeren Ring aufgeprägte Pfeil zeigt die Drehrichtung des Motors an.
Unter Berücksichtigung, dass sich bei Drehen der Kurbelwelle gleichzeitig auch das Schwungrad, da mit dem Zusammenschluss der beiden Komponenten fest verbunden, dreht, in der folgenden Weise die korrekte Montage des Freilaufs kontrollieren.
Während man die Kurbelwelle, und damit auch das Schwungrad, gegen den Uhrzeigersinn dreht, bleiben Anlassmotor und Losrad unbewegt (wie auch im Funktionszustand des Motors); dreht man die Kurbelwelle, und damit auch das Schwungrad, dagegen im Uhrzeigersinn drehen sich dabei auch der Anlassmotor und das Losrad mit.
Wichtig
Beim Zusammenbau des Freilaufs nur Motoröl und kein Fett verwenden, da letzteres die Funktionstüchtigkeit dieses Teils beeinträchtigen könnte.
 
Den Flansch (13) mit dem Kegel zum Schwungrad (16) gerichtet an letzteren montieren.
Bei der Montage des Flanschs am Schwungrad einen Stift oder einen Schlüssel verwenden, dem man in die Bohrung des Zentrierstifts (14) am Schwungradrotor einfügt. Diese Maßnahme kann sich dann als günstig herausstelllen, wenn es wegen der Montage mit einem Übermaß des Flanschs nicht möglich ist, die Bohrungen untereinander auf Flucht zu bringen.
Den Zentrierstift (14) mit Sprengring (15) am Schwungrad ausrichten.
Auf die Schrauben (25) Gewindekleber auftragen, dann den Rotor (23), den Flansch (13) und den Freilauf (21) am Schwungrad (16) befestigen.
Die Schrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Montage der Schwungsrad-/Lichtmaschineneinheit
Die Unterlegscheibe (17), den Nadelkäfig (19) und den inneren Ring (18) auf der Kurbelwelle montieren, so dass letzterer zentriert in der Unterlegscheibe ausgerichtet wird.
Das geführte Anlasserzahnrad (20) am Freilauf des Schwungrads einfügen.
Die eben zusammengestellte Schwungradeinheit (22) am Freilauf (21) montieren, dabei vermeiden, dass sich der innere Ring (18) in der Unterlegscheibe (17) verschiebt.
Die Schwungradeinheit muss mit der Bezugsmarkierung der Kerbe an der Kurbelwelle, am Federkeilsitz, auf Flucht ausgerichtet werden.
Die Kontaktflächen der Tellerfeder (33) mit Motoröl schmieren.
Die Tellerfeder (33) am Ende der Kurbelwelle ansetzen.
Wichtig
Der breitere Teil der Tellerfeder (33) muss zum Schwungrad zeigen.
Die Drehung des Schwungrads mit dem entsprechenden Werkzeug 88713.2036 blockieren.
Die Rückstände des Loctite von den Gewinden der Mutter (34) und der Kurbelwelle (A) entfernen.
Um ein komplettes Ausfüllen der Passung mit dem Gewindekleber zu gewährleisten, diesen so wie nachstehend beschrieben auftragen: 3 Streifen des Produkts in axiale Richtung auf drei Mantellinien des Gewindes der Kurbelwelle (A), einen Streifen in der Mutter (34).
Die Mutter (34) auf das Ende der Kurbelwelle (A) setzten: der breitere Teil der Mutter (34) muss zum Schwungrad gerichtet sein.
Wichtig
Nach Auftrag des vorgeschriebenen Gewindeklebers, sofort den Anzug der Mutter (34) auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) vornehmen.
Achtung
Es wird empfohlen, den Motor erst drei Stunden nach dem Anzug wieder anzulassen, so dass eine vollständige Polymerisation des Gewindeklebers gewährleistet werden kann.
 
Montage des Lichtmaschinendeckels
Den Stator (32) auf dem Lichtmaschinendeckel installieren, dabei das Kabel zum Deckel und in die Richtung der Ausnahme am Deckel selbst ausrichten.
Gewindekleber auf die Schrauben (24) für die Befestigung des Stators auftragen, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment bringen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Das Plättchen (30) über dem Kabel montieren und mit den beiden Schrauben (31) am Deckel feststellen.
Vor der erneuten Montage muss man sich darüber vergewissern, dass auf den Lichtmaschinendeckel (28) auch das Lager (26) am Ende der Kurbelwelle mit entsprechendem Haltering montiert wurde.
Die Passungsflächen der linken Gehäusehälfte und des Lichtmaschinendeckels von eventuellen Verkrustungen befreien und entfetten.
Die beiden Bezugsbuchsen (29) montieren.
Gleichmäßig und durchgehend Flüssigdichtung DUCATI auf die Kontaktflächen des Deckels (28) und sorgfältig um die Bohrungen für die Schrauben und die Befestigungsbuchsen herum auftragen.
Das Ende der Kurbelwelle und die Schalthebelwelle mit Fett schmieren und so das Auflegen des Deckels erleichtern und eine Beschädigung des Dichtrings (3), falls bereits im Deckel installiert, zu vermeiden.
An mehreren Stellen den Deckel mit einem Gummihammer auf die Wellen und die Zentrierbuchsen auftreiben.
Hinweis
Sollte eine erneute Abnahme des Deckels erforderlich sein, muss man den Abzieher 88713.1749 verwenden, den man an die Gewindebohrungen der Kurbelwelle ansetzt.
 
Die Schrauben den Angaben in der Tabelle gemäß ansetzen.
 
Schrauben M6x25 mm
Schrauben M6x20 mm
Schrauben M6x30 mm
Die Befestigungsschrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Die Unterlegscheibe (35) und die Leitungsführung (36) unter der Schraube (12) am Anlassmotor anordnen.
Die Befestigungsschrauben auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Den Dichtring (3) mit Alkohol befeuchten, dann am Lichtmaschinendeckel an der Schalthebelwelle montieren (Abschn. F 5, Montage der Schaltsteuerung).
Am Lichtmaschinendeckel den O-Ring (9) und die Passscheibe (8) montieren. Den Motorsensor (7) in seinen Sitz einfügen und mit der Schraube (1) befestigen, diese auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Nach der Montage des Motorsensors, ist eine Kontrolle des zwischen Sensor und Steuervorgelegezahnrad vorhandenen Luftspalts erforderlich.
Kontrolle des Luftspalts am Motorsensor
Der Motorsensor ist in der Lage die Zähne des Steuervorgelegerads zu lesen und kann dank der 2 Zähne entsprechenden Zahndiskontinuität die Motordrehzahl erfassen.
Wurde die Lichtmaschine, der Lichtmaschinendeckel oder der Sensor selbst ausgewechselt, muss der Luftspalt den nachstehenden Beschreibungen gemäß kontrolliert werden.
Den Schraubverschluss (B), der die Inspektionsbohrung an der linken Gehäusehälfte schließt, entfernen.
Die Kontrolle des Luftspalts nicht an der Stelle vornehmen, an der die Zähne sich nicht kontinuierlich fortsetzen.
Durch die Öffnung die Messlasche eines Dickenmessers (A) einfügen und zwischen dem Phasensensor und der Verzahnung am Steuervorgelegerad messen.
Hier muss ein Spiel von 0,75÷0,95 mm vorhanden sein.
Sollte dies nicht der Fall sein, die Schraube (1) für die Befestigung des Sensors (7) lockern, so dass die Passscheibe (8) herausgenommen werden kann; diese dann durch eine passende Scheibe ersetzen.
Den Verschluss (B) mit Dichtung (C) montieren, dann auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.