7.2 -
Getriebeeinheit: Getriebewellen
1
Zwischenlegscheibe St. 1
2
Primärgetriebewelle
3
Zwischenlegscheibe St. 0,5
4
Nadelkäfig
5
Antriebsrad 5. Gang
6
Nutscheibe St. 0,5
7
Drahtsprengring
8
Antriebsrad 3.- 4. Gang
9
Antriebsrad 6. Gang
10
Antriebsrad 2. Gang
11
Zwischenlegscheibe St. 1,8
12
Nutscheibe St. 0,5
13
Nadelbuchse
14
Dichtring
15
Zwischenlegscheibe
16
Komplette Schaltwalze
17
Nadelkäfig
18
Angetriebenes Zahnrad, 1. Gang
19
Zwischenlegscheibe St. 1
20
Angetriebenes Zahnrad, 5. Gang
21
Angetriebenes Zahnrad, 4. Gang
22
Angetriebenes Zahnrad, 3. Gang
23
Angetriebenes Zahnrad, 6. Gang
24
Angetriebenes Zahnrad, 2. Gang
25
Sekundärgetriebewelle
26
Zwischenlegscheibe
27
Zwischenlegscheibe St. 1
28
Schaltgabel 1., 4.- 2., 3. Gang
29
Schaltgabel, 5. und 6. Gang
30
Gabelachse
31
Zwischenlegscheibe St. 1
32
Nadelklemmring (quadratischer Schnitt)
33
Spezialrolle (quadratischer Schnitt)
34
Schaltgabelsteuerwalze
Ersatzteilkatalog
1100
gangSCHALTUNG
1100
schaltung
1100S
gangSCHALTUNG
1100S
schaltung
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf Bestandteile hin, die nicht in der am Text stehenden Abbildung, sondern in der
vorliegenden Explosionszeichnung enthalten sind.
Ausbau des Schaltgetriebes
Arbeiten
Bezug - Abschnitt
Motor vom Rahmen nehmen
N 1,
Abnahme des Motors
Gehäusehälften öffnen
N 9.2,
Öffnen der Gehäusehälften
Die Gabelführungsstifte (30) herausziehen.
Die Gabeln (28) und (29) so verschieben, dass sie von den Nuten der Gangwahltrommel (34) zum Freiliegen kommen.
Die Gangsteuertrommel (16) herausnehmen und dabei auf die Zwischenlegscheiben (31) und (27), die an der Welle montiert sind,
achten, da sie nicht untereinander vertauscht werden dürfen.
Nach der Abnahme ist ein Austausch des Rollenklemmrings (
32
) und der Spezialrollen (
33
) möglich.
Die Schaltklauen (
29
) und (28) entfernen.
Die Primär- (2) und die Sekundärwelle (25) des Getriebes komplett mit Zahnrädern herausnehmen, dabei auf die
Zwischenlegscheiben an deren Enden achten.
Sollten die inneren Ringe (A) der Lager an den Enden der Primär- (2) und Sekundärgetriebewelle (25) verblieben sein, diese
abziehen (Abschn. N 9.2,
Kurbelwellenlager
).
Auseinanderlegen der Getriebewellen
Um die Arbeiten zu erleichtern, die Welle in einem Schraubstock mit Schutzbacken klemmen.
Wichtig
Darauf achten, dass die Zwischenlegscheiben während der Montage nicht vertauscht werden.
Dies könnte während der Betätigung der Steuerung zu Verklemmungen führen und damit ein erneutes Öffnen des
Motorgehäuses erforderlich machen.
Auseinanderlegen der Sekundärgetriebewelle
Von der Sekundärgetriebewelle die Zwischenlegscheibe (15) an der Kettenseite und die Zwischenlegscheibe (
26
) an der Kupplungsseite entfernen.
Das geführte Zahnrad des ersten Gangs (18) und den entsprechenden Nadelkäfig (17) und die Zwischenlegscheibe (19) abziehen.
Das angetriebene Zahnrad des fünften Gangs (20) abnehmen.
Mit zwei Schlitzschraubendrehern den Drahtsprengring (7) aus seinem Sitz entfernen, dabei jedoch darauf achten, dass man die
Wellenfläche nicht beschädigt.
Den Drahtsprengring (7) und die Nutscheibe (6) abziehen.
Das geführte Zahnrad des vierten Gangs (21), den entsprechenden Nadelkäfig (4) und die Nutscheibe (12) abziehen.
Das angetriebene Zahnrad des dritten Gangs (22), den entsprechenden Nadelkäfig (4) und die Nutscheibe (6) abziehen.
Den Drahtsprengring (7) entfernen und das geführte Zahnrad des sechsten Gangs (23) abziehen.
Den Drahtsprengring (7) entfernen, dann die Nutenscheibe (6) und das geführte Zahnrad des zweiten Gangs (24) abziehen.
Den Nadelkäfig (4) und die Zwischenlegscheibe (3) abziehen, so dass die Sekundärgetriebewelle (25) vollkommen nackt
resultiert.
Auseinanderlegen der Primärgetriebewelle
Von der Primärgetriebewelle die Zwischenlegscheibe (11) an der Kettenseite und die Zwischenlegscheibe (
1
) auf der Kupplungsseite entfernen.
Das Antriebszahnrad des zweiten Gangs (10) abnehmen. Mit Hilfe von zwei Schraubendrehern den Drahtsprengring (7) und die
Nutscheibe (6) abziehen.
Wichtig
Beim Abziehen des Sprengrings (7) darauf achten, dass die Wellenfläche nicht beschädigt wird.
Das Antriebszahnrad des sechsten Gangs (9) mit entsprechenden Nadelkäfig (4) abziehen. Dann die Nutscheibe (6) und den
Sprengring (7) abziehen.
Das Antriebszahnrad des dritten und vierten Gangs (8) abnehmen.
Den Drahtsprengring (7) und die Nutscheibe (6) abziehen.
Das Antriebszahnrad des fünften Gangs (5) mit entsprechenden
m Nadelkäfig (4) abziehen.
Von der Primärgetriebewelle nun die Unterlegscheibe (3) abnehmen.
Revision des Schaltgetriebes
Den Zustand der hinterschliffenen Stirnzähne der Zahnräder prüfen. Sie müssen in einem perfekten Zustand sein und sich noch
als scharfkantig erweisen.
Die Losräder müssen sich frei auf ihren Wellen drehen lassen.
Beim erneuten Zusammenbau muss man auf die korrekte Ausrichtung der Sprengringe achten.
Den Verschleiß an den Nadellagerschalen prüfen.
Die Gewinde und Nuten der Wellen müssen sich in einem einwandfreien Zustand befinden.
Bei jeder Revision den Zustand des Nadellagers (13) und des Dichtrings (14) die an den Enden der Primärgetriebewelle
angeordnet sind, ggf. mit einem geeigneten Abzieher entfernen.
Ebenso ist der Zustand der Bestandteile des für das Einlegen der Gänge zuständigen Mechanismus zu prüfen.
Die Gänge einlegen und kontrollieren, dass sich während der Steuerung des Schaltgetriebes (Gabel-Zahnradkehle und Gabelstift-
Kehle der desmodromischen Schaltwalze) auch keine Verklemmungen ergeben, die aufgrund falscher Axialspiele entstehen können. Derartige Spiele sind durch Anfügen von entsprechenden Zwischenlegscheiben zwischen die Getriebewellen und die Schaltwalze auszugleichen.
Die Gesamtachsspiele der Schaltwellen und der Schaltwalzen werden in der Abschn. C 1.1,
Getriebe
, angegeben.
Kontrolle der Schaltgabel
Eine Sichtkontrolle an den Schaltgabeln vornehmen. Verbogene Schaltgabeln müssen ausgewechselt werden, da sie beim
Einlegen der Gänge Probleme verursachen könnten. Darüber hinaus könnten die Gänge unter Last herausspringen.
Das Spiel jeder einzelnen Schaltgabel muss mit einem Dickenmesser in der Nut des entsprechenden Zahnrads geprüft werden.
Wird der Betriebsgrenzwert überschritten, ist auf der Grundlage des Betriebsgrenzwerts (Abschn. C 1.1,
Getriebe
) der einzelnen Teile zu bestimmen, ob das Zahnrad oder die Schaltgabel auszuwechseln ist.
Kontrolle der Schaltwalze
Das Spiel zwischen Kupplungsbolzen der Gabelsteuerung und Nut durch das Erheben der beiden Maße mit einer Prüflehre an
der Schaltwalze messen.
Wird der Betriebsgrenzwert überschritten, müssen die Werte mit denen neuer Teile verglichen werden. Diese Information als
Grundlage, muss bestimmt werden, welches Teil (Abschn. C 1.1,
Getriebe
) ausgewechselt werden muss.
Darüber hinaus ist der Verschleißzustand der Haltestifte der Schaltwalze zu kontrollieren, sie dürfen keine Kerben, Grate oder
Verformungen aufweisen.
Durch Drehen der Walze im Gehäuse das bestehende Radialspiel kontrollieren. Im Fall eines übermäßigen Spiels, das am
meisten verschlissene Teil austauschen.
Zusammenstellung der Getriebewellen
Auf der Abb. 1 werden die Komponenten dargestellt, die an der Primärgetriebewelle (2) mit den berechneten und am Scheitel
angefügten Zwischenlegscheiben (1) und (11) montiert werden müssen (Abschn. N 9.2,
Ausdistanzieren der Wellen
).
Auf der Abb. 2 werden die Komponenten dargestellt, die an der Sekundärgetriebewelle (25) mit den berechneten und am Scheitel
angefügten Zwischenlegscheiben (15) und (26) montiert werden müssen (Abschn. N 9.2,
Ausdistanzieren der Wellen
).
Die erneute Montage der Zahnräder an den Getriebewellen in der für den Auseinanderbau umgekehrten Weise vornehmen.
Bei der Montage der Losräder muss besonders Acht gegeben werden. Als Beispiel zeigen wir hier die Montage der Zahnräder
des 3. und 4. Gangs und deren Befestigungskomponenten an der Sekundärwelle.
Den Drahtsprengring (7) installieren und dabei prüfen, dass er komplett in den Sitzen der Welle eingefügt ist. Es wird empfohlen,
einen Rohrstopfen mit geeignetem Maß zu verwenden, mit dem man den Ring einschiebt.
Die 3-Nasen-Scheibe (6) bis auf Kontakt mit dem eben montierten Drahtsprengring einschieben.
Den Nadelkäfig (4) ausgiebig mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren und in seinen Sitz begleiten, ihn dabei nur so weit öffnen,
wie es für sein Aufziehen über die Welle erforderlich ist.
Das Zahnrad des 3. Gangs (22) montieren.
Die 3-Nasen-Scheibe (12) am Zahnrad installieren, sie unterscheidet sich von der anderen Scheibe (6) durch ihren größeren
Durchmesser.
Einen weiteren Nadelkäfig (4) in der bereits beschriebenen Weise installieren.
Das Zahnrad des 4. Gangs (21) montieren.
Eine weitere 3-Nasen-Scheibe (6) und einen weiteren Drahtsprengring (7) über die Welle ziehen. Unter Anwendung des bereits
verwendeten Stopfens letzteren in seinen Sitz eindrücken.
Zusammenbau der Getriebeeinheit
Bei der erneuten Montage der Komponenten der Getriebeeinheit die Angaben im Abschn. N 9.2,
Schließen der Gehäusehälften
, bezüglich der Schließung des Motorgehäuses befolgen.
Als Endkontrolle sich darüber vergewissern, dass in der Leerlaufposition die hinterschliffenen Stirneingriffe (A) der gleitenden
Zahnräder (B) den festliegenden Zahnrädern (C) gegenüber beidseitig den gleichen Abstand aufweisen.
Darüber hinaus überprüfen, dass beim Einlegen der Gänge immer ein minimales Spiel zwischen der Schaltgabel (D) und der
jeweiligen Einlegenut (E) am gleitenden Zahnrad (B) vorhanden ist.
Arbeiten
Bezug - Abschnitt
Gehäusehälften schließen
N 9.2,
Schließen der Gehäusehälften
Motor am Rahmen montieren
N 1,
Montage des Motors
1