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Ersatzteilkatalog
Wichtig
Die fett gedruckten Bezugsnummern weisen auf Bestandteile hin, die nicht in der am Text stehenden Abbildung, sondern in der vorliegenden Explosionszeichnung enthalten sind.
Ausbau des Pleuelsystems
Komplette Zylinderkopfeinheit und Ventilsteuerorgange abnehmen
Die Kurbelwellenform wurde geändert, d.h. die Massen liegen jetzt zentrierter und die Öldruckbohrungen wurden anders angeordnet. Das Ergebnis ist eine festere Kurbelwelle die weniger Vibrationen und eine höhere Zuverlässigkeit bietet.
Nach dem Öffnen der Gehäusehälften, die Kurbelwelle (7) komplett mit Pleueln (2) herausnehmen.
Auseinanderlegen des Pleuelsystems
Um das Hebelsystem zerlegen zu können, müssen die Befestigungsschrauben (1) der Pleuel an der Kurbelwelle gelöst und die Pleuel von der Kurbelwelle getrennt werden.
Wichtig
Darauf achten, dass die Pleuel nicht untereinander vertauscht werden und dass die Originalausrichtung beibehalten wird.
Revision des Pleuelsystems
Folgende Maßkontrollen an den Pleueln vornehmen:
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Bei übermäßigem Verschleiß (Abschn. C 1.1, Zylinder / Kolben) muss das Peuel ausgetauscht werden.
Die Pleuelstangenbuchse muss sich in einem guten Zustand befinden und fest in ihrer Aufnahme sitzen.
Die Parallelitätsabweichung prüfen. Sie ist 100 mm von der Längsachse des Pleuels zu erheben:
sie muss einen Wert von H - h unter 0,02 mm aufweisen; sollte diese nicht der Fall sein, muss das Pleuel ausgewechselt werden.
Das Pleuel wird in zwei Versionen A und B des Zylinderkopfdurchmessers (Abschn. C 1.1, Zylinder / Kolben) geliefert, die an den Seiten des Pleueldeckels aufgestanzt sind.
Vorzugsweise Kurbelwellen und Pleuel der gleichen Klasse verwenden.
Austausch der Pleuellagerbuchse
Das Herausziehen der verschlissenen Buchse muss mit Hilfe eines geeigneten Treibers sowie einer Presse erfolgen.
An der ausgewechselten Buchse, dem bereits vorhandenen am Pleuelkopf gegenüber, die Schmierungsbohrungen setzen.
Dann die neue Buchse auf einen Innendurchmesser (D) von 20,035 ÷ 20,045 mm aufreiben.
Austausch der Pleuellagerschalen
Die Pleuellagerschalen (3) sollten bei jeder Motorrevision ausgewechselt werden.
Sie werden bereits montagefertig geliefert und müssen daher nicht mehr mit Schabern oder Schleifpapier nachgearbeitet werden.
Sie gehören zwei Größenklassen an, die jeweils durch eine Farbe gekennzeichnet sind (GELB und BLAU).
Sie bestehen aus einer äußeren Stahlschicht sowie einer Innenschicht auf Bleibasis, die in einem galvanischen Prozess gewonnen wurde.
In der Tabelle ist die Passung der zu montierenden Pleuellagerschalen auf der Basis der Auswahlklasse von Kurbelwelle und Pleuel, angeführt.
 
 
Revision der Kurbelwelle
Die Kurbellagerzapfen und Pleuelzapfen dürfen weder Riefen noch Rillen aufweisen.
Die Gewinde, die Sitze der Passfedern und die Nuten müssen sich in einem guten Zustand befinden.
Im Anschlussbereich zwischen Stift und Schulter prüfen, dass keine Arbeitszeichen oder Grate vorhanden sind.
Anschlussradius: 2 mm.
Mit Hilfe eines Mikrometers die Unrundheit und den konischen Verlauf des Pleuelzapfens in verschiedene Richtungen ausmessen.
Mit einer Messuhr die Fluchtung der Kurbellagerzapfen messen, dazu die Welle zwischen zwei Reitstockspitzen einspannen.
Es wird empfohlen, bei jeder Revision die inneren Kanäle der Kurbelwelle zu reinigen.
Die vorgeschriebenen Werte werden im Abschn. C 1.1, Zylinder / Kolben, angegeben.
Die Kurbelwelle wird in zwei Versionen (Pleuelzapfen) A und B geliefert, die an der Wangenseite (Ritzelseite) eingeprägt sind.
Alle Madenschrauben (4) und (8) an der Kurbelwelle lösen und eventuell erwärmen, um das, bei der Montage aufgetragene Klebemittel entfernen zu können.
Alle Schmierkanäle mit Metallbürstchen mit geeignetem Durchmesser reinigen, dann eventuell vorhandene Rückstände, die am Öldurchlauf hindern könnten, mit Druckluft ausblasen.
Flüssigdichtung DUCATI auf das Gewinde der Schraubkappen (4) und (8) geben, dann montieren.
Alle Schraubkappen auf das vorgeschriebene Anzugsmoment (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor) bringen.
Passung von Pleuellagerschalen-Pleuelzapfen
Für die Kontrolle des Passungsspiels zwischen Pleuellagerschalen und Kurbelwelle eine GRÜNE “Plastigage PG 1”-Lasche (A) am Pleuelzapfen anlegen. Das Pleuel mit den Original-Pleuellagerschalen montieren (siehe Beschreibung auf der folgenden Seite), dann die Schrauben mit 50 Nm anziehen.
Das Pleuel entfernen und die Leistenstärke mit dem entsprechenden Bezugsband (B) messen.
Sollte die dem vorhandenen Spiel entsprechende Stärke nicht mehr unter die vorgeschriebenen Grenzwerte (Abschn. C 1.1 Zylinder / Kolben) fallen, müssen die Lagerschalen oder die Kurbelwelle ausgetauscht werden.
 
Zusammenstellung des Pleuelsystems
Vor der Montage prüfen, dass die Kurbelwellenzapfen und die Pleuel an der Kurbelwelle frei von Graten oder erheblichen Einlaufzeichen sind: Die Flächen eventuell mit sehr feinem Schleifpapier und Öl nacharbeiten.
Kontrollieren, dass die Kerben auch keine Zwangsausschläge aufweisen.
Prüfen, dass zwischen jeder Pleuelkappe und dem entsprechenden Pleuelschaft am Pleuel (2) die Zentrierstifte (D) vorhanden sind.
Die Stifte waschen und mit Druckluft reinigen.
Den Pleuelzapfen und die Pleullagerschalen (3) reinigen, dann mit Motoröl schmieren und die Pleuel daraufhin an der Kurbelwelle in ihrer ursprünglichen Montageposition montieren.
Neue Befestigungsschrauben (1) verwenden und deren Gewinde und Unterseite des Schraubenkopfs und den Gewindeteil der Pleuelstange durch Einfüllen des vorgeschriebenen Fetts an den beiden Lochrändern schmieren.
Achtung
Das verwendete Fett kann bei Kontakt zu Hautreizungen führen, daher sollten Schutzhandschuhe angelegt werden.
Wichtig
Das Schmieren der Pleuelschrauben ist für den Erhalt der vorgeschriebenen Passung wesentlich, ebenso im Hinblick auf ein Vermeiden eines Bruchs der Komponenten.
Das Distanzstück 88713.1309 zwischen die Pleuel setzen und das restliche Axialspiel mit Hilfe des Gabel-Dickenmessers 88765.1000, der in den Stärken 0,1 - 0,2 - und 0,3 mm verfügbar ist, aufheben.
Die Schrauben (1), wie beschrieben, festschrauben:
Mit dem vorgeschriebenen Fett schmieren.
Die erste Annäherung mit einem Anzugsmoment von 20±1Nm ausführen.
Die zweite Annäherung mit einem Anzugsmoment von 32±1Nm;
dann auf 67 Nm anziehen.
 
Montage des Pleuelsystems
Die gesamte Pleueleinheit (7) und (2) ins Innere der Gehäusehälfte einführen, ausdistanzieren und die Gehäusehälfte schließen, siehe Abschn. N 9.2, Gehäuseeinheit: Gehäusehälften.
Wichtig
Sich vergewissern, dass die Pleuel (2) in den jeweiligen Zylindern korrekt positioniert sind. Im Fall einer falschen Positionierung wäre zwangsläufig eine erneute Öffnung der Gehäusehälften erforderlich.
 
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